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Ausflug nach Frankfurt

5. Juni 2009

Nun lebe ich schon seit Oktober in Hessen und ich war noch nicht in der sagenumwobenen Wolkenkratzer-Stadt Frankfurt am Main? Das wollte ich heute spontan ändern. Zudem muss ich durch das Supersemesterticket, das in ganz Hessen gilt, auch nichts zusätzlich bezahlen. Also, schnell Bahnverbindung rausgesucht, Proviant eingepackt, ein paar Adressen von Kunstmuseen aufgeschrieben(ja, auch ein guter Grund mal nach Frankfurt zu fahren – in Marburg ist da ja leider nur sehr wenig los) und dann fuhr ich auch schon zum Bahnhof. In weniger als einer Stunde befand ich mitten im Gewusel des Frankfurter Hauptbahnhofs. Die Bahnhofsgegend ist, wie in so vielen Städten, schon etwas heruntergekommen und zwielichtig (mehrere Erotikshops, Obdachlose, „Casinos“) aber nach ein bisschen laufen kam ich auch schon zum Main. Ich wurde vorher sogar mal von Touristen nach dem Weg gefragt. Sie wollten auch zum Fluss und so folgten sie mir dann auch unauffällig. Woher ich wusste, wie man da hinkommt? Ich hatte vorher nochmal bei Google Maps einen kurzen Blick auf die Innenstadt Frankfurts geworfen…
Am Main war richtige Jahrmarktatmosphäre. Das Turnfest findet dieses Jahr nämlich in Frankfurt statt und das ist doch ein guter Grund ein paar Fressbuden aufzustellen 😉

turnfest-am-main

Nachdem ich noch weiter am Ufer entlanggelaufen war und noch über eine der vielen Brücken
gegangen war, sah ich schließlich auch die für Frankfurt berühmte Skyline mit „Wolkenkratzern“ (nennt man Hochhäuser mit einer solchen Höhe wie auf dem untenstehenden Foto schon so?). Besonders witzig fand ich im Kontrast auch das „Dönerimbissschiff“, das am Ufer angelegt hatte. Das musste also auch noch unbedingt auf’s Foto mit drauf 😉

skyline+doener

Mich überraschte es auch, wie grün es in der Innenstadt war. Wenn ich an F’rankfurt dachte, dachte ich meistens an eine völlig zugebaute Stadt mit natürlich – vielen Hochhäusern und hektisch umherlaufenden Aktenkoffer- und Anzugträger (die sah ich zur Genüge!!!).

Und natürlich – es war unvermeidlich. Ich ging zu DER Touristenattraktion schlechthin – dem Römerberg. Pflichtbewusst machte ich auch hier noch ein paar Fotos, auch wenn ich mir dabei irgendwie blöd vorkam. Ist doch echt langweilig das zu fotografieren, was schon Millionen Touristen vor mir fotografiert haben. Also machte ich, gaanz unauffällig natürlich, noch ein paar Fotos von den sich gegenseitig fotografierenden Asiaten (ich weiß nicht, ob es die klischeehaften Japaner waren..). Auch eine lustige Beschäftigung.

roemerberg+asiaten

Doch dann kam der kulturelle Teil. Ich ging ins Museum für Moderne Kunst, welches direkt neben dem Dom liegt. Das Gebäude des Museum an sich war irgendwie schon ein modernes Kunstwerk. Viele verschlungene Treppen und Gänge, sodass ich mich oft fragte: „Hm, war ich hier jetzt schon?“. Die Auswahl der Kunst war sehr unterschiedlich: Ein paar Pop-Art-Bilder von Warhol und Lichtenstein, Objekte von Jeff Koons und auch einzelne minimalistische Werken und Konzeptkunst (sehr speziell… da war es echt gut, dass die Ausstellungsmacher daneben immer noch ein paar Flyer hinlegten, die das Gesehene erklärten…). Besonders gut gefiel mir auch die Videoinstallation von der Künstlerin Sarah Morris. Also insgesamt eine gute Idee mal dort vorbeizuschauen.
Danach ging ich noch ein bisschen Bummeln in der Einkaufszone, aber ich hatte auch nicht mehr so viel Energie noch viel anzuschauen. Also ging ich zur S-Bahn. Kaum stand ich vor den Fahrplänen, um herauszufinden, welche S- bzw. U-Bahn nun wieder zum Hauptbahnhof bringen würde, sprach mich auch schon ein RMV-Mitarbeiter, der wohl extra für hilflose Touristen in der Station platziert wurde, an. Er sagte mir das richtige Gleis. Also verlief das alles auch ohne Stress.

warhol-mmk

Nervös machte ich nur mal wieder im Regionalexpress nach Marburg mal wieder die Bahn. Ich hatte die eine Ansage nur halb mitgehört. Irgendwas, dass der letzte Waggon, indem ich natürlich saß, abgekoppelt werden sollte. Ich dachte zuerst,:“Ach, die sagen bestimmt vorher noch Bescheid.“ Aber irgendwann als die Stationen Bad Nauheim und Butzbach kamen, beschlich mich doch ein ungutes Gefühl. Oh, wurde mein Waggon doch schon angekoppelt? Ich lief zu einer Karte, wo die Bahnstationen zu sehen waren. Puh! Nein, alles verlief nach Plan. Erst in Gießen kam tatsächlich nochmal ein Bahnmitarbeiter, um alle in einen anderen Waggon zu lotsen. Also, umsonst gestresst! Aber wieso sagte der Ansager auch nicht gleich, dass erst in Gießen abgekoppelt wird! Woah!!! So sah ich mich in Gedanken schon in der tiefsten hessischen Pampa sitzen, weil ich im abgekoppelten Waggon säße… keine schöne Vorstellung!
Nagut, unterdessen bin ich ja wieder gut angekommen. Es war schon mal wieder schön, etwas Großstadtluft zu schnuppern und auch mal wieder ein bisschen Kunst zu erleben!

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4 Kommentare leave one →
  1. Sammy permalink
    6. Juni 2009 17:57

    Zwielichtig wegen ein paar Erotikshops? 🙂 Ich hätte mehr erwartet…. :p

    • 6. Juni 2009 18:31

      Haha, du bist es ja auch noch von der Kurfürstenstr.-Gegend gewohnt! 😉 Aber es hingen da auch noch ein paar Obdachlose rum – das nenne ich schon zwielichtig!

  2. 12. Juni 2009 10:08

    Zwielichtig vermutlich im Vergleich zum Marburger Hauptbahnhof, den stelle ich mir ja ganz herausgeputzt vor… 🙂 Das Dönerboot fand ich sehr lustig, kann man da nur was essen oder auch eine Bootstour auf dem Main unternehmen? Wohin wäre der abgekoppelte Zug denn weitergefahren? Vielleicht doch die Gelegenheit Hessen mal jenseits der Touri-Attraktionen kennenzulernen! In jedem Fall beneide ich euch um euer Semesterticket, hier in Chemnitz kann man nur bis zur Stadtgrenze fahren – das ist sehr überschaubar!

  3. 12. Juni 2009 11:54

    Naja, der Marburger Hauptbahnhof ist auch nicht ohne… Aber klar, nichts im Vergleich zu einer größeren Stadt wie Frankfurt.
    Ich glaub, das Dönerboot war schon eher fest dort. Aber wer weiß, vielleicht legt es auch mal ab?!
    Und das Semesterticket ist schon Luxus. Es war ja sogar in Frankfurt gültig, sodass ich auch S-Bahn fahren konnte. 🙂

    Lg
    Deborah

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