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Best of WG-Castings – Folge 1

16. August 2009

wg-casting

Es ist jetzt etwa ein Jahr her, dass ich mich das erste Mal in die unbekannte aber baldige Studienheimat Marburg aufmachte. Mein Kopf war voller Fragen und ich kann mich noch an das kribbelige Gefühl erinnern, als ich das erste Mal auf dem Bahnhof die Lautsprecheransage hörte. „Willkommen in Marburg-Hauptbahnhof.“ Was würde mich erwarten? Würde ich eine WG finden? (ich war zu diesem Zeitpunkt noch sehr naiv und dachte, dass ich am nächsten Tag mit einer WG in der Tasche wieder nach Berlin zurückkehren würde…)
Der erste Eindruck von Marburg bzw. vom Bahnhof – naja. Die Begeisterung hielt sich in Grenzen. Die Bahnhofsgegend mit der dort verlaufenden Stadtautobahn ist ja wirklich alles andere als schön. Doch natürlich, auch dieser Eindruck würde sich noch ändern.
In dieser neuen Serie würde ich euch gerne ein paar Geschichten von meinen WG-Castings (ich müsste echt mal zählen, wie viele WG-Küchen ich gesehen habe…) erzählen. Natürlich nur die besten, abgefahrensten, lustigsten und natürlich auch die erschreckendsten (die, wo ich am liebsten schon nach der Begrüßung wieder gehen wollte ;)). Und es wäre doch echt schade, wenn die nicht mal erzählt werden würden, oder?

Heute: die Männer-WG

Ja, wie der Titel schon sagt, suchten hier zwei männliche Studenten (ich weiß sogar noch was sie studierten, ist das ein gutes oder ein schlechtes Zeichen?! ;)) einen Zwischenmieter für ein Zimmer ihrer WG. Die eigentliche WG-Bewohnerin war für mehrere Monate nach Berlin gegangen. Dementsprechend war das Zimmer natürlich mit ihren Möbeln vollgestellt. Bereits als ich in das Zimmer kam, roch ich den Zigarettenrauch. Raucher also. Ohje!
Dann ging es in den Garten. Ich bin ja echt nicht pingelig, aber so viele Bierflaschen habe ich schon ewig nicht mehr gesehn. Überall, auf der Terrasse und auf dem Rasen verteilt lagen leere Flaschen. Okay, hier steigen wohl die wildesten Parties! Und keiner räumt danach auf.
Viel abschreckender war der Geruch in der Küche. In der Spüle standen noch Teller von unbekanntem Datum und der Tisch, an den ich mich zum WG-Casting setzte, musste erstmal von allerlei Schmutz gereinigt werden. Das Gespräch hatte gerade begonnen, da kam ein Mann in Unterhose zur Tür herein und nahm sich aus der Pfanne ein paar Nudeln und verschwand mit einem vollen Teller wieder durch die Küchentür. Ein weiterer Mitbewohner? X und Y hatten wohl meinen Gedanken erraten und erklärten sogleich, dass das Z sei, der über ihnen wohne. „Der hat keinen Herd, deswegen kommt er immer zum Kochen zu uns.“ Ahh..ja. Ich stellte im Laufe des Gesprächs die typischen Fragen, sie stellten die typischen Fragen. Doch als ich meine Nummer auf einen Zettel schrieb, hoffte ich eigentlich inständig, dass sie mich nicht anrufen würden. Und sie hatten mich wahrscheinlich auch nur aus Höflichkeit danach gefragt. Sie versprachen zwar sich in beiden Fällen bei mir zu melden, aber ich habe von dieser WG nie wieder was gehört…

(Foto übrigens von shnipestar/photocase.com. Vielen Dank dafür!)

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