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Best of WG-Castings – Folge 2

18. August 2009

edel-wg
Erst vor ein paar Tagen begann meine Serie über die schönsten (und natürlich die, die mir am meisten im Gedächtnis haften geblieben sind) Geschichten, die ich während meiner WG-Suche in Marburg erlebt habe. Unvergesslich war sicher:

Die Edel-WG

Schon als ich das Haus sah, in dem sich die WG befinden sollte, war ich beeindruckt. Es war eine riesige Villa mit noch größerem Garten vor der ich stand. Und das sollte wirklich keine Verbindung sein? Es soll ja auch Frauenverbindungen geben…
Bereits an der Türklingel befand sich eine Kamera. Oho! Irgendwie fühlte ich mich beim Klingeln unangenehm beobachtet.
Die Wohnung lag natürlich ganz weit oben. Die Studentin, die diese WG gründen wollte, kam mir schon auf der Treppe entgegen. Sie war ungefähr mein Alter (20) und wollte im Wintersemester Psychologie anfangen zu studieren. Immerhin, auch ein Ersti. Vielleicht hatte ich da ja Chancen. Ich hatte während meiner WG-Suche nämlich zunehmend das Gefühl, dass viele keinen Ersti einziehen lassen wollten. Wahrscheinlich wegen Vorurteilen…
Die Wohnung war top. Drei riesige Zimmer (alle noch leer, auch das der WG-Gründerin), ein neues Bad, eine Küchenzeile mit komplett neuem Herd und unvergesslich: eine tolle Terrasse, die man über das Zimmer der Gründerin betreten konnte. Toll!  Und dieser tolle Blick über ganz Marburg! Von einem freien WG-Zimmer hatte man einen Blick auf die Elisabethkirche, vom anderen auf das Marburger Schloss. Innerlich begann ich schon zu träumen und darüber nachzudenken, welches der Zimmer ich wählen würde, wenn – ja, wenn ich tatsächlich hier einziehen könnte.
Aber irgendwie beschlich mich auch das Gefühl, dass die Wohnung zwar ein Traum war, irgendwie sehr wahrscheinlich aber auch unbezahlbar. Dann nannte sie auch den Preis: 350 Euro die reine Miete, mit Strom und Internet würde sich alles auf etwa 400 Euro belaufen. Gut, Marburg ist zwar allgemein schon sehr teuer, was Wohnungen angeht, aber das lag schon eindeutig über den sonstigen Preisen.
Die Gründerin erzählte von ihrem familiären Background (Eltern beide Ärzte, ihre Brüder auch). Nur ihre Schwester, die sich während der Besichtigung auf der Terrasse sonnte und die ich auch noch kennenlernte, hatte Anglistik und Germanistik studiert (was mir natürlich sehr sympathisch war!). Tja, und sie selbst wollte ja Psychologie studieren. Irgendwie passte das wohl doch nicht so ganz zusammen. Ich sagte, dass ich mich über einen Anruf sehr freuen würde, machte mir insgeheim aber auch nicht viel Hoffnung auf diese Traum-WG. Und tatsächlich. Schon am nächsten Tag kam eine Absage-SMS. Schade, sonst würde ich heute wohl in einer Luxus-WG nicht weit von der wunderschönen Oberstadt leben…

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