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Warum ich der Post nicht mehr traue

31. März 2010

Ja, die liebe Post…Posträuber gibt es auch noch im 21. Jahrhundert… (Foto: Mamphil/sxc.hu)

Ja, leider gibt es ja immer wieder Unternehmen, denen man, nachdem man mit ihnen schlechte Erfahrungen gemacht hat, nicht mehr so recht traut. Die Deutsche Post gehört für mich zu so einem. Schon allein dreimal sind bei mir bestimmte Briefe, die für mich persönlich wichtig waren, nicht bei mir angekommen.
Beim ersten Brief war ich vielleicht gerade 10 Jahre alt und hatte bei einem Preisausschreiben der Berliner Bäderbetriebe mitgemacht. Ich bekam eine Benachrichtigung (die auch ankam!), dass ich einen Superferienpass gewonnen hatte. (Für alle Nicht-Berliner: Das ist eine Art Scheckheft, mit dem man unter anderem im Sommer kostenlos in alle Freibäder kommt und tolle Gutscheine einlösen kann). Aber genau dieser Preis kam folgendermaßen bei mir an: Der Umschlag war gewaltsam aufgerissen worden – drin steckte nur noch der Hinweis, dass hier nun mein Gewinn sei und ich viel Spaß damit haben solle… haha – Spaß. Ihr könnt euch bestimmt vorstellen, dass das für ein Kind alles andere als lustig ist, wenn einem gleich beim ersten Gewinnspielgewinn einem dieser gleich geklaut wird. Nach „Der Umschlag ist zufällig aufgegangen und der Gewinn ist zufällig herausgefallen“ sah das alles nun wirklich nicht aus. Da hatte sich wohl jemand dran vergriffen…
Beim zweiten Brief handelte es sich um ein Weihnachtsgeschenk für meinen Bruder. Eine Weile lasen wir ganz gerne Enid Blyton-Bücher, um uns dabei gleichzeitig über die oft wenig plausible Handlung und die (oft unfreiwillig) komischen Dialoge zwischen Detektiven wie etwa Tina, Tini und Tobbi lustig zu machen. Bei Ebay hatte ich mir jetzt etwas Besonderes ausgeguckt – Ein Hörspiel eines der Tina und Tini-Bücher. Ich bot mit und prompt war ich in kürzester Zeit der Gewinner der Auktion. Ich bezahlte, die Kassette wurde abgeschickt – und ich wartete und wartete. Weihnachten rückte immer näher – aber weit und breit war noch kein Päckchen zu sehen. Beim Verkäufer fragte ich daraufhin nochmal nach, doch der versicherte mir, dass er es garantiert abgeschickt hatte. Und ganz ehrlich – das glaube ich ihm auch. Die Kassette kostete vielleicht ein paar Euro, also war nicht unglaublich wertvoll. Und wer kam schon auf die Idee eine Tina und Tini-Kassette zu unterschlagen?! Also, wieder ein Fall für die kriminellen Energien, die wohl teilweise (!) bei den Mitarbeitern der Deutschen Post vorherrschen.
Der dritte Brief, von dem ich berichten kann, kam Ende November leider auch geöffnet an. Diesmal fehlten Knöpfe, die mir meine Mutter extra aus Berlin geschickt hatte. Meine aktuellen Mantelknöpfe ließen sich immer so schlecht annähen und sahen auch etwas billig aus, weshalb ich sie darum gebeten hatte, doch mal nach etwas Schönem Ausschau zu halten. Der Brief war diesmal jedoch so raffiniert geöffnet, dass ich mich zwar zuerst über die (nicht vorhandene) Dicke des Briefes wunderte, ihn jedoch ganz normal öffnete. In ihm befand sich nur noch eine Nachricht, dass ich doch viel Spaß beim Annähen der Knöpfe haben solle. Und wieder – viel Spaß! Keine Knöpfe weit und breit – wieder ein gemeiner Posträuber! Jetzt sah ich erst, dass der Brief seitlich unaufällig aufgeschnitten worden war und sogar die Schutzmaßnahmen (die Knöpfe waren eingewickelt) überwunden. Natürlich war der reine Geldwert der Knöpfe nicht sehr hoch, aber in dem Moment ist das Vertrauen in die Post erschüttert. Denn wer sogar Briefe mit Knöpfen öffnet, der öffnet vielleicht auch noch viel privatere Briefe. Wer will schließlich schon, dass jemand Fremdes seine Briefe liest. Wozu gibt es ein Postgeheimnis?
Der Post vertraue ich also schon länger nicht mehr so wirklich. Ebay-Käufe lasse ich mir meistens als „Versicherter Versand“ schicken (auch wenn es ein wenig teurer ist, aber dafür bedient sich daran nicht irgendein Postmitarbeiter!) Ja, und manchmal stelle ich mir einen Postmann vor, der jetzt vielleicht irgendwo in Deutschland sitzt, in einer Uniformjacke mit neuen Mantelknöpfen, der in einem Superferienpass blättert und im Hintergrund läuft ein Tina und Tini-Hörspiel…

So, und nun reiche ich diesen Blogeintrag an Blogonade weiter. Vielleicht kommen ja noch einige schockierende und spannende Erlebnisse mit der Post hinzu!

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One Comment leave one →
  1. 11. April 2010 14:41

    Mein Artikel zur Post ist jetzt auch online. Viel Spaß beim Lesen:
    http://www.blogonade.de/2010/04/schokoherzen-fuer-die-post/

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