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Die Welt der feinen Genüsse – Weinmesse in Berlin

28. Februar 2011


Ich habe mich gestern mal in die Welt der feinen Genüsse begeben. Nicht, dass die mir völlig fremd wäre, aber auf einer Weinmesse war ich eben auch noch nie. Schon seit Freitag fand die 18. WEINmesse in den Hallen des ehemaligen, mittlerweile geschlossenen Flughafens Tempelhof statt. An zahlreichen Ständen konnte man Weine aus den gängigen deutschen Weinbaugebieten, aber auch aus Italien, Spanien, Frankreich und Portugal probieren.

Doch schon zu Beginn wurde mir klar: So ganz in das Schema des typischen Weintrinkers bzw. Messebesuchers (über 40, entweder in Blazer oder Sakko, meist intellektuell wirkend mit Randbrille und schon angegrautem Haar) passte ich einfach nicht rein. Anfangs hatte ich fast das Gefühl nicht recht als ernst zu nehmender Kunde wahrgenommen zu werden. Doch dieser Eindruck legte sich schon nach den ersten Gläsern. Denn immerhin, ich konnte noch ganz gut verbergen, was für ein Wein-Banause ich doch eigentlich bin (kaufe normalerweise Wein eher im Discounter ein, unter 3 Euro…ähem). Ich ließ mir die verschiedensten Weine (bevorzugt weiß) einschenken, schwenkte fachmännisch das Glas, roch am Wein („Hm, fruchtig!“), schlürfte ihn (Echte Kenner machen das!) und auch mein Geschmacksurteil fiel meist wieder ähnlich aus. Wenn man normalerweise fast nur Billigwein trinkt, kommt einem so ziemlich alles als besonders lecker und fruchtig vor. 😉 Für die Zukunft muss ich mir da wohl noch ein einschlägiges Kennervokabular zurechtlegen. Weiterer wichtiger Tipp, wie mir bald klar wurde: immer zwischendurch Brot essen und natürlich nach einem Rotwein das Glas mit Mineralwasser füllen. Einmal ließ ich mich allein dadurch schon als Wein-Banause entlarven… „Ne, auf die Rotweinpfütze da gieß ich doch jetzt keinen guten Weißwein“, lautete das vernichtende Urteil eines Weinverkäufers. Hmja..und natürlich hatte er damit auch recht. ;D

Ich trank mich weitestgehend durch eine Rebsorte – Riesling. Egal ob trocken, halbtrocken, von Mosel oder Rhein, Kabinett, Spätlese, Alte Reben… und so weiter. Am Ende dieses lehrreichen Nachmittags schwirrte mir der Kopf von Weinfachsprache…und das lag bestimmt nicht nur am guten Wein!

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2 Kommentare leave one →
  1. 28. Februar 2011 23:40

    schönes gebäude oder? ich war da mal drin als es noch offen war und habe ne führung durch die ganzen unbewohnte teile gemacht.
    als tipp für dein vokabular: http://holgi.blogger.de/ holgi schreibt auch oft über weine 😉

  2. Hubert Hansi permalink
    1. März 2011 23:53

    War doch mal ne ganz spannende Sache. Werden vielleicht noch das ein oder andere Probierpaket bestellen. 😉

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